Lesen ist Kino im Kopf

Schulsieger im Vorlesewettbewerb 2019 ermittelt

Vorlesewettbewwerb2019 redUnter dem Motto "Lesen ist Kino im Kopf" steht der Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels 2019, der dieses Jahr bereits in die 60. Runde geht und auch am Hochfranken-Gymnasium wieder breiten Anklang fand.

Dass dieses Produzieren von eigenen Bildern im Kopf ein unschätzbares Gut ist, betonte auch Schulleiter OStD Ernst bei der Verleihung der Urkunden am Ende des Schulentscheids. Er war sichtlich beeindruckt von der Vorleseleistung der Sechstklässler und findet es wichtig, sich nicht nur medial mit Bildern berieseln zu lassen, sondern auch in der Lage zu sein, im Kopf seinen eigenen Film zu drehen.
Nachdem zuvor in den 6. Klassen die Schüler ihre Vorlesekünste dem kritischen Urteil der Mitschüler unterzogen hatten, ging es nämlich am 12. Dezember in den Schulentscheid, bei dem sich die sechs besten Vorleser der sechsten Jahrgangsstufe trafen, um auszumachen, wer das Hochfranken-Gymnasium gegen die Teilnehmer der anderen Schulen im Landkreis auf der nächsten Wettbewerbsebene vertritt.
Die Entscheidung traf eine fünfköpfige fachkundige Jury, die sich aus dem letztjährigen Schulsieger Marcel Trede, drei erfahrenen Lesern der neunten Klasse, Jule Arndt, Katharina Köhler und Simon Tautenhahn, und dem Deutschlehrer Helmut Strößner zusammensetzte. Und es war keine leichte Entscheidung. Denn in der ersten Runde wurden die vorbereiteten Texte von den Sechstklässlern sehr eindrucksvoll, mit angemessener Intonation und zur Stimmung der jeweiligen Textstelle passenden Interpretation vorgelesen.
Die Zuhörer der Klasse 5a wurden Zeuge, wie in „Reckless“ von Cornelia Funke ein Junge zunehmend erstarrt, wie der eingeschlossene Professor in „Kalle Blomquist, Eva-Lotta und Rasmus“ von Astrid Lindgren kurzfristig wieder Hoffnung schöpft, wie Christopher Rowe in „Der Blackthorn-Code. Das Vermächtnis des Alchemisten“ von Kevin Sands einen grausamen Fund macht, wie in Ulf Blancks „Die drei ??? Kids. Gespensterjagd“ im Kino von Rocky Beach plötzlich Geister auftauchen, wie in „GregsTagebuch 12. Und tschüss“ von Jeff Kinney die Ferien von Greg auf einer tropischen Insel durch ungebetene Krabbeltiere alles andere als idyllisch werden und wie letztendlich in Daye und Neta Jacksons Buch „Die Rache des Ausreißers“ die Begegnung von Hamilton Jones mit John Newton, dem ehemaligen Kapitän eines Sklavenschiffes, das dessen Mutter damals in die Sklaverei nach Amerika brachte, ganz anders verläuft als erwartet. Die sechs Teilnehmer, Philipp Ernst, Felix Lang, Felix Meister (alle 6a), Benjamin Graf, Fenja Lucker und Nils Pfeiffer (alle 6b) gaben alles, um die Jury zu begeistern. Eine ganze Gefühlspalette von Verzweiflung, Grusel, Erschütterung, Zweifel bis hin zu Hoffnung und humorvollem Augenzwinkern wurde bedient, sodass die Jury viel Zeit brauchte, um nach dieser ersten Wettbewerbsrunde eine Entscheidung zu treffen, wer anschließend in das Finale einziehen darf.
Schließlich standen aber doch die Finalisten fest und diese wurden im zweiten Teil des Schulwettbewerbs mit einem für sie unbekannten Text konfrontiert. Passend zur Jahreszeit lasen Benjamin Graf, Felix Lang und Fenja Lucker aus Andreas Steinhöfels Kinderbuch „Rico, Oscar und das Vomhimmelhoch“, wie Rico und Oscar Weihnachtseinkäufe machen und Rico entdecken muss, dass sein bester Freund Oscar Geheimnisse vor ihm hat. Auch diese Herausforderung meisterten alle drei Vorleser mit Bravour. Besonders konnte aber Benjamin Graf die Jury überzeugen, da er nicht nur sehr klar und flüssig vorlas, sondern auch die wörtlichen Reden stets sinngemäß und natürlich betonte und immer den richtigen Ton traf. Nun drücken alle die Daumen, dass ihm eine so gelungene Interpretation des Lesetextes auch beim Regionalwettbewerb wieder gelingen möge, der im Februar stattfindet.

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