Das neunjährige Gymnasium kommt zurück

Wenn Sie Ihr Kind im Mai für das kommende Schuljahr bei uns einschreiben, wird es ab der sechsten Klasse 2018/19 das neunjährige Gymnasium besuchen: 9 Jahre Lernzeit, kein oder nur wenig Unterricht an Nachmittagen.

(2017-04-07 12:37:45)


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1. Highlights des Hochfranken-Gymnasiums

2. Schüler stellen das Hochfranken-Gymnasium vor

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Brüssel – Hauptstadt der EU

Samstag, 12.03.2016. Statt auszuschlafen, begaben sich 28 Schülerinnen und Schüler der Q11 in Begleitung von Frau Mauckner und Herrn Grundner bereits um 5.00 Uhr in der Früh auf eine viertägige Studienfahrt in die Umgebung Brüssels, um die Institutionen der Europäischen Union kennen zu lernen. Nachdem wir eine Einladung der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit erhalten hatten, qualifizierten wir uns mit selbst gestalteten Kurzfilmen. In diesen haben wir aktuelle Themen der EU mit Legofiguren zum Ausdruck gebracht, über die wir mehr Informationen und Hintergrundwissen durch diesen Ausflug erfahren wollten.

1. Tag:
Bevor wir uns jedoch ins Herz Europas aufmachten, kamen wir nach einer knapp neunstündigen Fahrt in Verdun an. Da die Gegend um diese Stadt Schauplatz des Ersten Weltkrieges war, sind auch heute noch die heftigen Ausmaße und Schrecken dieser Zeit deutlich zu sehen. Während wir das Sperrfort Douaumont besichtigten, erhielten wir einen bleibenden Eindruck, wie ernst die Lage war und welche gravierenden Verhältnisse inmitten des Krieges 1916 dort herrschten. Als schlimme Folge sind die durch Bomben zerstörten Dörfer zu nennen, von denen wir Fleury besucht haben. Noch beeindruckender wirkte auf uns die Gedenkstätte mit dem Gebeinhaus nicht weit entfernt, deren über 16.000 weiße Kreuze den verheerenden Ausgang des Ersten Weltkrieges widerspiegeln.
Am Ende dieses anstrengenden, aber interessanten Tages, erwartete uns eine stärkende Mahlzeit im Buffalo-Grill neben unserem Hotel Première Classe weiter nördlich an der belgischen Grenze.

2. Tag:
Am Vormittag des zweiten Tages besichtigten wir die mittelalterliche Burganlage Château fort in Bouillon. Auf deren Innenhof stellte Herr Grundner – höchst engagiert – unserer Gruppe die Geschichte von Gottfried v. Bouillon vor, der von hier aus 1096 ins Heilige Land zog und später Jerusalem eroberte.
Anschließend durften wir selbständig einen kleinen Rundgang durch die Anlage unternehmen, der bis in die dunkelsten Winkel des Kellergeschosses führte.
Danach fuhren wir weiter zu dem historisch bedeutsamen Ort Waterloo, wo Napoléon 1815 eine herbe Niederlage erfuhr. Sowohl das Panorama als auch das Museum konnten uns mit ihrer modernen Darbietung überzeugen – zum Beispiel mit dem 4D-Kino zur Schlacht von Waterloo.
Nun traten wir den Weg in die politisch bedeutsame und kulturell vielfältige Metropole Brüssel an, wo uns das Hotel Condo Gardens mit geräumigeren Zimmern als das vorherige Hotel begrüßte.

3. Tag:
Nach einem knapp zweistündigen Fußmarsch durch die Innenstadt erreichten wir am Vormittag die EU-Kommission. Dort wurden uns die wichtigsten Personen und die zurzeit europarelevanten Themenbereiche vorgestellt, die u.a. den Klimawandel und die Flüchtlingskrise betreffen. Sehr anschaulich wurde uns die Funktionsweise der exekutiven Gewalt erklärt. Diese verfügt nämlich über das Initiativrecht im EU-Gesetzgebungsverfahren und ist für die Umsetzung der Rechtsvorschriften verantwortlich. Darüber hinaus überwacht sie die Einhaltung des Unionsrechts, ist also die „Hüterin der Verträge“.
Dabei begleitet hat uns Andreas Kolitsch, ein Mitarbeiter der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, welcher uns gleich darauf zur EU-Vertretung des Freistaats Bayern führte, denn dort war unsere Gruppe zu einem Mittagsimbiss eingeladen.
Außerdem erfuhren wir Informationen darüber, wie die Bayerische Vertretung ihre Interessen verfolgt und versucht, diese auf europäischer Ebene umzusetzen. Fragen, die eifrig gestellt wurden, hat der Referent mit Einbindung der Schülerinnen und Schüler nachvollziehbar beantwortet, wobei er auf Witz und Charme nicht verzichtete.
Die Stimmung in der Vertretung war nicht nur durch den lockeren Vortrag sehr angenehm, sondern auch, weil sich unsere Lehrkraft Frau Mauckner über eine liebe Geste seitens Herrn Grundner freuen durfte. Eva Roth überreichte ihr eine kleine Zusammenstellung belgischer Pralinen der Marke Leonidas als Dank für den Einsatz ihrer hervorragenden Französischkenntnisse.
Am Nachmittag haben wir als Teil der Stadtführung die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit Brüssels besucht: Das Atomium. Dieses 120 Meter große Modell entstand 1958 als Teil der Weltausstellung und weist eine 165-milliardenfache Vergrößerung auf.
Unser netter Führer hatte sich im Laufe seines Lebens einen enormen Wissensfundus angeeignet, den er uns gerne mitteilte – vorausgesetzt man schaffte es, dem blauen Schirm zu folgen. Des Weiteren führte uns die Stadtrundfahrt durch die imposanten Gärten der belgischen Königsfamilie und entlang eindrucksvoller Glasbauten, beispielsweise des Finanzdistrikts.
Auch an diesem Abend bot uns die Unterkunft in Zentrumsnähe eine angenehme Bleibe.

4. Tag:
Am Morgen des letzten Tages unserer Studienfahrt trafen wir bereits um 9.00 Uhr im Europäischen Parlament ein, welches wir mit der U-Bahn erreichten. Etwa zwei Stunden lang erklärte der Betreuer unserer Gruppe Wichtiges über diese Institution, zeigte deren Grundzüge auf und bot uns eine kleine Führung. Wir erfuhren, dass das Parlament das einzige direkt gewählte Organ der Europäischen Union ist. Außerdem ist es gemeinsam mit dem Rat der Europäischen Union Gesetzgeber und erlässt mit ihm zusammen den EU-Haushalt.
Es ist sozusagen die „Stimme“ der ca. 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger in der EU, da es diese vertritt und auf Europaebene repräsentiert. Die Abgeordneten der insgesamt 28 Mitgliedsstaaten sitzen im Sitzungssaal nach Fraktionen zusammen. Da jedes Land genau eine Sprache als Amtssprache angeben darf, gibt es nur 24, weil zum Beispiel Österreich keine eigene hat. Wissenswert ist, dass jeder Staat eine Kabine mit jeweils vier Dolmetschern hat, um eine schnelle Übersetzung in und aus der Sprache heraus zu ermöglichen. Wirft man einen Blick auf den Alltag der Politiker, arbeitet jeder im Parlament eigentlich für sich allein. Jedoch bedarf es einer gegenseitigen Kompromissbereitschaft, da sonst keine Mehrheiten erzielt werden können und so keine Entscheidungen auf den Weg gebracht werden können.

Gegen Mittag hieß es dann also Abschied nehmen vom Großstadtflair.
Auf dem Rückweg erhielten wir auch die Nachricht, dass es an diesem Tag zu einer Schießerei im Zentrum Brüssels gekommen war. Das Herz Europas hatte in den letzten Jahren besonders stark zu leiden – umso wichtiger ist es, Auswege und politische Kompromisse zu finden. Durch die Beschäftigung mit den Komplexen der EU sowie deren Funktionsweise haben die Teilnehmer unseres Jahrgangs einen bedeutenden Einblick bekommen.
Ein besonderes Lob ist vor allem den begleitenden Lehrkräften auszusprechen, die mit voller Einsatzbereitschaft, Spontaneität und mithilfe ihrer Sprachkenntnisse die Fahrt problemlos geleitet haben. Zum Gelingen dieser Studienfahrt trugen außerdem Herr Kolitsch und Herr Dr. Müller bei, die diese Reise organisatorisch unterstützten.
Dafür sagen wir: Danke, merci und dank u!

Ina Jungkunz, Melissa Schmidt, 2016-05-09 10:14:58

01.07. - 08.07.

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