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Christmas meets Chanukka

Ein kleines Fläschchen Öl hat das jüdische Lichterfest Chanukka zur Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem vor mehr als 2000 Jahren in Gang ge­bracht. Als im 2. Jahrhundert vor Christus ein Aufstand der Juden unter der Führung von Judas Makkabäus die Macht der seleukidischen Fremdherrschaft gebrochen hatte, wurde der Tempel gereinigt, um hier wieder Gottesdienste feiern zu können. Dabei wurde so erzählt es der Talmud ein Krüglein mit Öl gefunden, das nicht von den Händen der Heiden berührt oder durch sie hergestellt war. Man glaubte, dass sein In­halt nur für das Licht eines Tages ausreichen würde. Aber dann geschah ein Wunder: Die sieben Lichtschalen des Leuchters im Tempel brannten mit dem Öl des kleinen Kruges die ganzen acht Tage des Festes zur Wiedereinweihung, bis dann neues Öl nach den jüdischen Reinheitsvorschriften hergestellt war.
Heute wird bei der Feier von Chanukka ein Leuchter mit acht Armen verwendet, an dem an jedem Tag des Festes eine weitere Kerze angezündet wird. Von rechts nach links, in hebräischer Schreibrichtung, werden die Kerzen angebrannt. Ein neuntes Licht, meist von den anderen acht durch einen besonderen Arm abgesetzt oder erhöht, gilt als Schammes (Diener) und ist bestimmt, die anderen zu entzünden.
In diesem Jahr beginnt Chanukka am 24. Dezember, wenn Christen den Heiligabend vor dem Weihnachtsfest begehen. Gerade durch die Licht-Symbolik ergeben sich manche Bezüge zwischen dem jüdischen und dem christlichen Fest, das jedes Jahr zur gleichen oder zur fast gleichen Zeit stattfindet: Christliches Weihnachtsfest trifft auf das jüdische Lichterfest Christmas meets Chanukka.
Rabbiner David Goldberg von der Israelitischen Kultusgemeinde Hof erläuterte den Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe des Hochfranken-Gymnasiums Naila die Festbräuche, zeigte und erklärte einen Chanukkaleuchter und führte durch die Syn­agoge. Zusammen mit ihren Religionslehrern Studienrat Mathias Fath, Pfarrer Stephan Müller und Pfarrer Dr. Thomas Hohenberger waren die Schüler/innen am 16.12.2016 nach Hof gekommen, um sich über das jüdische Leben und die jüdische Glaubenspraxis zu informieren. Im Rahmen des Religionsunterrichts ist die Begegnung mit dem Judentum ein wichtiges Thema in der 9. Klasse, so dass über das terminliche Zusammentreffen von Weihnachten und Chanukka hinaus auch der Besuch der größtenteils jungen Chris­ten/innen im jüdischen Gotteshaus das Verständnis füreinander bereicherte.

Pfarrer Dr. Th. Hohenberger, 2017-01-02 20:46:58

28.11.

Elternsprechtag für die 5. Klassen

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