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KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Ziel einer Geschichtsexkursion der 9. Klassen unter Leitung von StD Andreas Tautenhahn und OStRin Dr. Nadja Braun war in diesem Jahr Flossenbürg im Oberpfälzer Wald. Dort hatte die SS im Jahre 1938 ein Konzentrationslager errichten lassen, um rücksichtlos die Arbeitskraft der Inhaftierten für wirtschaftliche Interessen des NS-Regimes auszubeuten, indem diese im örtlichen Steinbruch zum Abbau von Granit gezwungen wurden. Unter dem Motto „Arbeit macht frei“ wurden sie nicht nur terrorisiert und gequält, sondern vor allem durch die harte Arbeit zu Tode geschunden. Wer nicht bei der Arbeit umkam, starb an Mangelernährung, erfror oder wurde willkürlich von der SS ermordet. Bis zur Befreiung des Lagers waren etwa 100.000 Menschen aus allen Ländern Europas in Flossenbürg und fast 90 Außenlagern inhaftiert.
Heutzutage ist die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ein europäischer Erinnerungsort. Deshalb sollten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Unterrichtseinheit zum Nationalsozialismus und der Verfolgung der Juden Gelegenheit bekommen, sich an diesem außerschulischen Lernort an Originalschauplätzen noch etwas intensiver mit dieser dunklen Epoche deutscher Geschichte zu beschäftigen. Allerdings wurden die meisten Gebäude des ehemaligen Lagers nach 1945 abgerissen oder anderweitig genutzt; so wurden auf dem Gebiet früherer Häftlingsbaracken Wohnhäuser für Vertriebenen errichtet. Nur ein kleines Areal mit der einstigen Kommandantur, der „Häftlingsküche“, der „Wäscherei“ sowie dem ehemaligen Appellplatz und ein Teil des Arrestblocks, in dem unter anderem der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer inhaftiert war, sind noch erhalten. Auf der in den 1950er Jahren entstandenen Friedhofsanlage kann außerdem noch das Krematorium besichtigt werden. Eindrucksvoll ist daneben vor allem die Ausstellung zur Lagergeschichte auf zwei Etagen, die einen Schwerpunkt auf Einzelbiografien ehemaliger Häftlinge legt und den Schülerinnen und Schülern eindrucksvoll vor Augen führten, welche Einzelschicksale hinter der Gedenkstätte stehen.

Dr. Nadja Braun, 2018-07-18 18:23:18

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