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Die besten Stories brauchen...

... die besten Vorleser. Unter diesem Motto traten in diesem Jahr die 65 Schülerinnen und Schüler der drei 6. Klassen gemeinsam mit über 600.000 Sechstklässlern deutschlandweit zum ältesten und größten Lesewettstreit des Landes an, dem seit 1959 stattfindenden Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.
Vorbereitet wurden die Sechstklässler von ihren Deutschlehrerinnen StRin Dr. Nadja Braun (6a und 6c) und StRefin Tina Weltz, die den Schülerinnen und Schülern auch die Bewertungsgrundsätze erklärten, damit sie selbst entscheiden konnten, welche Mitschüler/innen sie in den Schulentscheid schicken wollten. In den jeweiligen Klassenentscheiden hatten sie jeweils die beiden besten Leserinnen und Leser benannt. Diese begeisterten im Schulentscheid im Dezember das Publikum aus Schülerinnen und Schülern der Klasse 5a mit selbst gewählten Ausschnitten aus ganz unterschiedlichen Büchern: Tim Schwab (6a) machte den Anfang mit Jan Andersens Roman „Dusty – Freunde fürs Leben“ über die Freundschaft zwischen einem Hund und einem Jungen, es folgten Maria Schindler (6b) mit Ursel Schefflers Detektivgeschichte „Kugelblitz in New York“, die unter Beweis stellte, wie versiert sie auch mit englischsprachigen Passagen umgehen kann, und Aneta Janková (6c) mit Dietlof Reiches historischem Roman „Keltenfeuer“. Timo Leis (6a) hatte sich mit „Das leere Grab im Moor“ von Stefan Wolf ebenso wie Alexander Heinrich (6b) mit „Feind aus der Vergangenheit“ für ein Buch aus der berühmten TKKG-Reihe entschieden und zum Abschluss hatte Ludwig Frank (6c) noch etwas ganz Besonderes auf Lager, und zwar ein geheimnisvolles Buch mit dem Titel „Der Name dieses Buches ist ein Geheimnis“ von einem Autor, der seinen wahren Namen verschweigt und sich nur Pseudonymous Bosch nennt.
Die Jury aus StRin Kathrin Mauckner sowie drei Teilnehmerinnen ihres P-Seminars, Annik-Marlen Hagen, Julia Popp und Anna-Maria Kyriacou, hatte es nicht leicht zu entscheiden, welche drei Teilnehmer/innen in die zweite Runde geschickt werden sollten. Sie achtete vor allem darauf, dass die Texte sicher, flüssig und in angemessenem Tempo gelesen wurden und dabei deutlich gesprochen und sinngemäß betont wurde. Außerdem kam es auf eine überzeugende Interpretation an, was nur gelingen konnte, wenn die Textstelle inhaltlich und atmosphärisch erfasst und umgesetzt sowie lebendig und eindrucksvoll gestaltet wurde, um so die Stimmung zu vermitteln. Wichtig war dabei nicht zuletzt, eine Stelle mit Potenzial fürs Vorlesen zu wählen und diese in der vorgegebenen Zeit von drei Minuten zu lesen.
Nach intensiver Beratung schickte die Jury dann Timo, Tim und Aneta in die Endrunde, in der sie die schwierige Aufgabe bekamen, einen Abschnitt aus einem ihnen völlig unbekannten Text zu lesen. In diesem Jahr wurde dazu Stefanie Höflers „Mein Sommer mit Mucks“ gewählt. Im Zentrum der Geschichte stehen die 12-jährige Zonja mit Z und der 13-jährige Mucks. Zonja ist eine Einzelgängerin, die diesen Umstand selbst vor allem darauf zurückführt, dass sie eine unbezwingbare Neugier besitzt und es ihrer Ansicht nach unter Gleichaltrigen als unheilbare Krankheit gelte, neugierig zu sein, anstatt alles zum Gähnen langweilig zu finden – außer sich selbst und Smartphones. Der Textausschnitt, aus dem in der Endrunde gelesen wurde, handelt von der ersten Begegnung zwischen Zonja und Mucks im Freibad, wo die Hauptfigur den Jungen vor dem Ertrinken rettet und eine wunderbare Freundschaft ihren Anfang nimmt. In dieser Runde konnte sich Timo Leis aus Klasse 6a durchsetzen, der das Hochfranken-Gymnasium im Februar im Kreisentscheid vertreten wird. Wir alle drücken ihm dafür die Daumen und wünschen ihm weiterhin viel Freude beim (Vor-)Lesen.

Dr. N. Braun, K. Mauckner, 2017-12-16 12:18:23