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Schulentscheid "Jugend debattiert"

Seit dem Schuljahr 2011/12 nimmt das Hochfranken-Gymnasium Naila erfolgreich am inzwischen international etablierten Wettbewerb „Jugend debattiert“ teil. Neben dem obersten Ziel, Freude am sachbezogenen Debattieren zu wecken, leistet die Schule damit auch einen wichtigen Beitrag zur Förderung sprachlicher und politischer Bildung sowie zur Meinungs- und Persönlichkeitsbildung von Jugendlichen.
Alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen (Altersgruppe Sek I) wurden dazu zunächst von den Deutschlehrkräften StRin Danièlle Müller und StD Wolfgang Graf in einer mehrwöchigen Unterrichtsreihe intensiv vorbereitet, bevor diese Phase mit den Klassenentscheiden endete. Außerdem nahmen in diesem Jahr wieder Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen (Altersgruppe Sek II) unter Leitung der Projektlehrkräfte StD Wolfgang Graf und OStRin Anja Haugk teil. Die besten acht Debattanten beider Jahrgangsstufen begegneten sich am 15. Januar in dem von den Schulkoordinatorinnen StRin Dr. Nadja Braun und StRin Kathrin Mauckner organisierten Schulentscheid. Dort debattierte jeder Teilnehmerin bzw. jeder Teilnehmer in zwei Vorrunden über die Frage, ob im Sportunterricht auf Notengebung verzichtet werden sollte und ob Klassenarbeiten anonymisiert geschrieben werden sollten bzw. in der Altersgruppe II, ob für Minderjährige ein Smartphone-Führerschein vorgeschrieben werden sollte und ob Haschisch und Marihuana auch in Deutschland legalisiert werden sollten. Jeder Schülerin bzw. jeder Schüler musste dabei einmal die Pro- und einmal die Contra-Seite vertreten. Dazu bekam jede/r gemäß der offiziellen Regeln zunächst zwei Minuten Zeit, um in einer Eröffnungsrede den eigenen Standpunkt und die Hauptargumente darzulegen, nachdem sich alle in der Vorbreitungszeit auf eine gemeinsame Maßnahme geeinigt hatten, um die Streitfrage zu konkretisieren. Beispielsweise wurde vorgeschlagen, statt Sportnoten durch ein Medaillensystem zu ersetzen und Bewertungen dem BMI anzupassen. Im Hauptteil der Debatte wurden dann zwölf Minuten lang Argumente ausgetauscht, Beispiele herangezogen, Behauptungen entkräftet sowie Zugeständnisse gemacht und in einer Schlussrunde hatte schließlich jeder eine Minute Zeit für ein persönliches Fazit.
Über die insgesamt 20 Punkte für Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsführung und vor allem Überzeugungskraft entschied eine strenge Jury aus Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften. Von ihnen bekamen allen Debattanten eine lösungsfokusierte Rückmeldung, in der persönliche Stärken aufgezeigt und Tipps zur Verbesserung geben wurden.
Im Finale der Sek II begegneten sich dann Katharina Krenzler, Jan-Lucas Menger, Paul Hofmann und Oliver Jahn, um über den Videobeweis in der Bundesliga zu debattieren. Anschließend kürte die Jury aus StD Stefan Klinke, StRin Kathrin Mauckner, Johanna Pittroff und Caroline Eger Katharina Krenzler und Paul Hofmann zu den Schulsiegern. In der Sek I ging es zeitgleich um die Frage, ob der Verzehr von „fast food“ in unserer Schule verboten werden sollte, wobei die Jury aus StD Lothar Braun, StRin Nina Wölfel-Tinter, Lilian Lottes und Sophia Spörl Sophia Röstel und Simon Hader vor Silas Burgstaller und Lina Unglaub auf die Plätze 1 und 2 setzte.
Die Finalteilnehmer/innen werden zusammen mit einem Jurorenteam und den Schulkoordinatorinnen am 22. Februar das Hochfranken-Gymnasium beim Regionalwettbewerb des Verbunds Oberfranken – Unterfranken-Ost in Münnerstadt vertreten.
Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die zum Gelingen des diesjährigen Wettbewerbs beigetragen und das Projekt „Jugend debattiert“ unterstützt haben.

Dr. N. Braun, K. Mauckner, 2018-01-18 19:46:31