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Schulwettbewerb „Jugend debattiert“

Am 21. Januar 2019 trafen sich sieben Schülerinnen und ein Schüler aus den drei neunten Klassen, um sich dem nun in diesem Jahr zum achten Mal am Hochfranken-Gymnasium Naila stattfindenden Wettstreit im Debattieren zu stellen. Nachdem die Schüler bereits in einer mehrwöchigen Unterrichtsreihe intensiv von ihren Deutschlehrerinnen OStRin Dr. Braun und StRin Mauckner auf das Debattieren vorbereitet worden waren und zehn Tage zuvor die Themen erfahren hatten, um noch ausgiebig zu diesen recherchieren zu können, traten sie nun zu zwei Vorrunden an, die darüber entscheiden sollten, wer anschließend im Finale stehen würde. Zuvor hatten die einzelnen Klassen in einem Klassenwettbewerb darüber entschieden, wer jeweils die stärksten Debattanten der einzelnen Klassen waren und hatten diese als Repräsentanten geschickt, um sich im Schulwettbewerb in Bezug auf Sachkenntnis, Gesprächsfähigkeit, Ausdrucksvermögen und Überzeugungskraft hin zu messen, wobei jeder Schüler einmal die Pro- und einmal die Contraseite vertreten musste. So standen sich denn also die eloquentesten, schlagfertigsten und argumentativ stärksten Schüler der neunten Klassen gegenüber, um zunächst darüber zu diskutieren, ob in Zukunft Gastwirte verpflichtet sein sollten, auf Nachfrage kostenlos ein Glas Wasser zu reichen. Dabei wurden von den Teilnehmern Elena Schwippl (9a), Laura Haueis (9a), Friederike Wenzel (9b), Annika Popp (9b), Magdalena Krantz (9b), Julia Muck (9c), Noah Oelschlegel (9c) und Anezka Petraskova (9c) kenntnisreich und gewandt die Vor- und Nachteile einer solchen Maßnahme für den Gast und den Wirt erläutert, bevor sie in der zweiten Vorrunde der Frage nachgingen, ob bundesweit für alle Hundehalter ein „Hundeführerschein“ vorgeschrieben werden sollte. Dabei hatte jeder Teilnehmer zunächst jeweils zwei Minuten Zeit, um in einer Eröffnungsrede den eigenen Standpunkt und die Hauptargumente darzulegen, nachdem sich alle in der Vorbereitungszeit auf eine gemeinsame Maßnahme geeinigt hatten, um die Streitfrage zu konkretisieren – beispielsweise, ob dieser Hundeführerschein mit dem eigenen Hund erworben wird, regelmäßig wiederholt werden muss oder für das Halten aller weiteren Hunde derselben Rasse auch weiterhin Gültigkeit besitzt und welche Maßnahmen greifen sollen, wenn der Hundeführerschein nicht erfolgreich absolviert wird. Im Hauptteil wurden zwölf Minuten lang Argumente ausgetauscht, Beispiele herangezogen, Behauptungen entkräftet sowie Zugeständnisse gemacht, bevor in der Schlussrunde noch jeweils eine Minute Zeit für ein persönliches Fazit blieb. Nach den Debatten entschied jeweils eine dreiköpfige Jury bestehend aus zwei Mitschülern und StD Wolfgang Graf bzw. StRin Keudel über die Debattierleistung in den Bereichen Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft und konnte insgesamt bis zu sechzig Punkten vergeben. Bevor die Debattanten in die Vorbereitungsrunde für die nächste Debatte starten konnten, erhielten sie von den Juroren noch eine lösungsfokussierte Rückmeldung, die vor allem die persönlichen Stärken in den Blick nahm und noch Verbesserungsvorschläge enthielt. Nach den Vorrunden begegneten sich im Finale schließlich Friederike Wenzel, Julia Muck, Annika Popp und Laura Haueis, um über die Einführung des Schulfachs „praktische Lebensführung“ zu debattieren. Nach einer sehr angeregten Debatte, die viele Aspekte des Themas beleuchtete, hatte die nun fünfköpfige Finaljury, bestehend aus OStD Ernst, StRin Keudel, Elisa Oelschlegel (9c), Henning Wölfel (9b) und dem Drittplatzierten im Regionalwettbewerb des Vorjahres, Simon Hader (10a), die schwierige Aufgabe, die beiden Schulsieger zu küren. Wie auch OStD Ernst in der Schlussrede betonte, war die Debatte sehr ausgeglichen, und er lobte das hohe Niveau, auf dem alle Wettbewerbsteilnehmer im Finale debattierten, was dazu führte, dass die Konkurrenten letztendlich auch punktemäßig sehr eng beieinander lagen und nur minimale Differenzen den Ausschlag gaben. Aber letztendlich konnten Julia Muck (9c) und Laura Haueis (9a) sich als Schulsieger durchsetzen. Sie werden nun in genau einem Monat, am 21.02.2019, die Sekundarstufe I des Hochfranken-Gymnasiums Naila beim Regionalwettbewerb in Münnerstadt vertreten.

Kathrin Mauckner, 2019-01-22 21:26:27