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Akzeptanz erneuerbarer Energien

„Bewusstseinsvermittlung und Akzeptanz erneuerbarer Energien“
Die Podiumsdiskussion an unserer Schule
Er ist heute nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken: Strom. Für viele ist er selbstverständlich und deshalb machen sich viele keine Gedanken. Dabei ist die Produktion wichtiger als man denkt. Ob Kohlekraftwerk oder Atomkraftwerk, beide dieser Stromlieferanten weisen zahlreiche Nachteile auf. Deshalb setzt unser Seminar unter der Leitung von Pfarrer Stephan Müller auf die nachhaltige Nutzung von erneuerbaren Energien. Mithilfe zweier Projekte möchte unser Seminar („Erneuerbare Energien im Landkreis Hof“) die Bürger des Landkreis Hofs über erneuerbare Energien aufklären.
Unser erstes Projekt war eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Bewusstseinsvermittlung und Akzeptanz erneuerbarer Energien“, die in der Turnhalle des Hochfranken-Gymnasiums Naila am 06.12.2017 stattgefunden hat. Daran haben die 11. und 12. Klassen unserer Schule, das W-Seminar zum Thema „Erneuerbare Energien“ des Reinhardt-Gymnasiums Hof, Bürger des Landkreises Hof sowie geladene Vertreter aus Politik und Wirtschaft teilgenommen.
Zu Beginn haben wir ein selbst gedrehtes Video gezeigt, welches die Notwendigkeit erneuerbarer Energien veranschaulicht und wie viel an erneuerbaren Energien, beispielsweise durch Windkraftanlagen, nötig wären, um 100% des gesamten Stromverbrauchs des Landkreis Hof zu decken. Nach dem Video hat die Moderatorin Anne Strobel, eine Teilnehmerin unseres Seminars, einige Fragen an die Diskussionsteilnehmer gestellt.
So hat sie den Landrat Dr. Oliver Bär gefragt, wie er sich die Akzeptanz der Bürger im Ladkreishof vorstelle. Er sieht hier einige Schwierigkeiten, da unser Landkreis hauptsächlich auf Windkraftanlagen setzen muss und viele Bürger diese ablehnen. Außerdem ist es aufgrund der aktuellen Regelungen schwierig noch weitere zu errichten. Im Anschluss an seine Antwort hat Anne das Publikum dazu aufgefordert sich zu melden, wem es störe wenn noch mehr Windkraftanlagen errichtet werden würden. Erstaunlicherweise haben sich relativ wenig gemeldet. Eine weitere Frage hat sie an Karl-Philipp Ehrler, Bürgermeister von Stammbach und Vorstand der Energiegenossenschaft Bürger Energie pro Region, gestellt, ob er anderen Gemeinden eine Energiegenossenschaft empfehlen könne. Herr Ehrler meint, dass er das durchaus könne. Er möchte überdies auch die Bürger dazu animieren einen Blick für die Insellösung zu haben. Die nächste Frage ging an Volker Rossner Geschäftsführer der Firma Ontec in Naila. Anne hat ihn gefragt, wie er denn seinen Strom für sein Unternehmen produziert. Hierbei macht er auf die wichtigen Energiespeicher aufmerksam. Sein Augenmerk geht auch auf die Mobilität und Wärme. Er fördert beispielsweise seine Angestellten, die ein E-Auto fahren. Des Weiteren antwortet Wolfgang Degelmann vom BUND auf die Frage, wie sich Umweltschutz und Windenergie an Land vereinbaren. Seine Meinung ist, dass es hier einige Mythen gibt, wie etwa, dass viele Vögel wegen dieser Anlagen sterben. Das Problematischste in dieser Hinsicht ist eher dass die Fledermäuse in der Nacht davon in Mintleidenschaft gezogen werden. Im Grunde sind es wenige Probleme, die in Bezug auf Windenergie aufkommen. Man müsse immer auch bedenken, dass die Folgen z. B. des Braunkohleabbaus wesentlich größer seien. Zum Schluss macht er auf die EEG Novelle aufmerksam, die für ihn eine wichtige Maßnahme ist. Die letzten zwei Fragen stellt Anne zwei Teilnehmerinnen des Seminars Emma Kummetz und Christine Schimmel. Diese lauten, wie sie sich die Akzeptanz der Leute in ihrem Alter vorstellen und was sich für die Politik wünschen. Hierbei ist ihre Meinung, dass es immer Menschen geben wird, die keine Befürworter für erneuerbare Energien sind oder denen es komplett egal ist. Früher oder später muss sich aber jeder damit auseinandersetzen. Beide wollen, dass beispielsweise Aufklärung vom Staat gefördert wird. Emma und Christine hätten beide nichts an noch weiteren Windkraftanlagen auszusetzen und würden sich eine Lockerung der H10 Abstandsregelung wünschen.
Nachdem noch einige Fragen aus dem Publikum gestellt worden sind, haben Lukas Lang und Yannik Maar unser zweites Projekt vorgestellt. Dieses Projekt soll nochmals das Bewusstsein der Bürger für erneuerbare Energien vertiefen und noch mehr Akzeptanz dafür schaffen. Hierfür haben wir uns überlegt einen Radweg zu erstellen, der fünf Stationen haben soll. An diesen wird jeweils eine Infotafel zu der in der Nähe liegenden Anlage aufgestellt. Der Radweg startet am Bahnhof in Naila und geht von Rodesgrün nach Selbitz, von da nach Schottenhammer und schließlich wieder zurück nach Naila.
Der Tag an dem diese Strecke offiziell vorgestellt und abgefahren wird, ist der 22.06.2017. Wir hoffen, dass an diesem Tag das Wetter mitspielt und viele Mitradler erscheinen werden, damit auch dieser Tag ein großer Erfolg wird.

Christine Schimmel, Q12, 2017-12-22 00:28:41

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