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Theaterbesuch "Max und Moritz"

Peng als mit einem lauten Knall die Meerschaumpfeife von Lehrer Lämpel in die Luft fliegt, sind die jungen Zuschauer im Hofer Theater wieder hellwach. Nicht verwunderlich, dass es schließlich auch der vierte Streich mit seinem spektakulären Getöse ist, der nach dem Besuch der Vorstellung von Max und Moritz am Theater Hof am Freitag, dem 30.11.2018, bei den Fünftklässlern des Hochfranken-Gymnasiums Naila für den meisten Gesprächsstoff sorgt. Die Explosion und der zerzauste Pädagoge mit dem rußverschmierten Gesicht als Ergebnis, da sind sich alle einig, waren der absolute Höhepunkt des Stücks, das die sieben Streiche der beiden Lausbuben zum Inhalt hat. Etwas ungewohnt war es jedoch zunächst für die Theaterbesucher, dass in dem Stück von Gisbert Näther nicht gesprochen wird und nur ein Erzähler durch die Handlung führt. Allerdings können sich dennoch die meisten für das Tanztheater begeistern. Vor allem der Auftritt der drei Hühner und des Hahns von Witwe Bolte sorgt für viel Diskussionen und die kleinen Maikäfer haben es den jungen Zuschauern besonders angetan. Nachdem das Stück auf einem Kinderbuchklassiker von Wilhelm Busch basiert, der auch den Fünftklässlern des Hochfranken-Gymnasiums nicht unbekannt ist, sind die Schüler besonders kritisch und bemerken auch sofort, dass das Ende stark abgewandelt wurde und nicht mehr dem der literarischen Vorlage entspricht. Sie mutmaßen, dass es gerade jüngeren Zuschauern am Ende nicht zumutbar gewesen wäre, wenn Max und Moritz tatsächlich zu Schrot gemahlen und nicht mehr aufgetaucht und tatsächlich, wie im Kinderbuch, am Ende von den Hühnern aufgepickt worden wären. So springen im Stück die beiden Lausbuben unbeschadet wieder aus dem Mahltrichter der Mühle und fügen sich ein in den munteren Abschlussreigen. Für die Theaterbesucher steht aber auch fest, dass vieles der Handlung des Kinderbuchs auf der Bühne doch nur schwer umsetzbar ist, und deshalb sind sie voll des Lobs für die vielen kreativen Einfälle, um dieses Dilemma zu lösen. Besonders interessant finden die Fünftklässler das drehbare Haus, das von vier Seiten bespielt, immer wieder einen völlig neuen Handlungsort entstehen ließ. Auch wenn der vierte Streich am Ende eindeutig als Lieblingsstreich immer noch die größte Begeisterung hervorruft, hatten die Fünftklässler auch an den anderen viel Spaß und verbrachten insgesamt einen sehr vergnüglichen Vormittag im Theater Hof.

Kathrin Mauckner, 2018-12-13 19:42:28

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