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Vom Künstler zum politischen Gefangenen

Postkarten, die einen jungen Künstler zunächst zum Staatsfeind, dann zum Gefangenen der Stasi werden ließen – solche Postkarten können ab sofort im 2. Stockwerk unserer Schule betrachtet werden. In einer kleinen Ausstellung haben unsere 10. Klassen eine Auswahl der Werke von Jürgen Gottschalk zusammengestellt, den wir im Rahmen der deutsch-tschechischen Programmwoche „100 Jahre Demokratie in Mitteleuropa“ in Dresden getroffen haben.
Dort zeigte er uns das ehemalige Stasi-Gefängnis, in dem er selbst als Häftling eingesessen hatte, nachdem er zunächst als 20jähriger seine Freude an Mail-Art (Postkartenkunst) entdeckt und bald verschiedene Techniken dafür erlernt hatte. In seinen Kunstprojekten setzte er sich kritisch mit der DDR auseinander und geriet schnell ins Visier der Staatssicherheit. 1983 erhielt er Berufsverbot, im Jahr darauf stellte er einen Ausreiseantrag. Doch in den Westen ziehen ließ man ihn so schnell nicht: Es folgte eine jahrelange Inhaftierung wegen „konterrevolutionärer Aktivitäten“ als „Subjekt mit politisch-negativer Einstellung“.
Seine ausführliche Geschichte und einen Einblick in seine Kunst, welche die DDR überdauert hat, zeigt die Ausstellung im Obergeschoss bei den Räumen der 10. Klassen.

Thomas Köppel, 2018-12-09 21:12:14

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