Veni, Vidi, Valdurnum! Bericht über die Lateinfahrt der 9. Klassen aus Naila nach Walldürn vom 12.–14. Mai
Am Montagmorgen machten sich 24 unternehmungslustige Schüler der 9. Klassen mit zwei Lehrern aus Naila auf eine lange Reise gen Westen, um römischen Spuren zu folgen – ad limitem imperii! Auf zum berühmten Limes! Erste Station war Würzburg, wo wir das Martin von Wagner-Museum mit seiner Antikensammlung besuchten. Zwischen Statuen, Vasen und mythologischen Szenen wurde schnell klar: Die Welt der Römer lebt weiter – zumindest in der größten universitär geführten Antikensammlung auf dem europäischen Festland!
Nach einer wohlverdienten Mittagspause in der Würzburger Innenstadt ging es weiter in Richtung Walldürn – oder wie umgangssprachlich genannt: Valdurnum. In der Jugendherberge angekommen, bezogen wir unsere Zimmer und machten uns direkt nach einer italienisch angehauchten Verpflegungspause auf den Weg zum Limes-Lehrpfad. Zwei eindrucksvolle Wachtürme erinnerten daran, wie ernst die Römer ihre Grenze nahmen – ubi Romani vigilaverunt, nunc discipuli ambulant.
Der Dienstag begann mit einem kurzen Zwischenstopp in Frankfurt am Main, um die Vorräte wieder aufzufüllen. Danach erwartete uns das Kastell Saalburg: Mauern, Lagertore, Ausrüstungsgegenstände – das volle Römerprogramm. Bei einem Quiz stellten die Schüler ihr frisch erworbenes Wissen unter Beweis, was selbstverständlich alle bravourös meisterten. Der Nachmittag führte uns weiter nach Aschaffenburg zu einem kurzen Stadtrundgang, bevor der Tag einem Besuch der imposanten Wallfahrtskirche in Walldürn und mit einer abendlichen Wanderung zu den römischen Thermen seinen Abschluss fand.
Am Mittwoch hieß es leider schon wieder valete, Romani! – zumindest fast. Denn vor der Heimfahrt besuchten wir noch das Römermuseum in Osterburken, das mit seinen spannenden Funden aus einem echten Kastell und einem Workshop in antiker Medizin mit dem Mahlen von Kräutern für unsere eigene Salbe unsere Reise gebührend abrundete. Ein schneller Stopp bei McDonald’s für panis celer et potio calida sorgte für moderne Stärkung, bevor wir wieder wohlbehalten in Naila eintrafen.
Veni, vidi, Valdurnum – et multum didicimus!


