Grüße von J. K. Rowling

J. K. Rowling, die Autorin von Harry Potter, wünscht unseren Abiturienten alles Gute - by Owl Post! - siehe Bildergalerie Foto Nummer 3!

(2017-07-05 20:34:40)


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1. Highlights des Hochfranken-Gymnasiums

2. Schüler stellen das Hochfranken-Gymnasium vor

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Auf den Spuren Georg Steindorffs

Die Teilnehmerinnen des Wahlkurses der Begabtenförderung für Gymnasien in Oberfranken begeben sich in diesem Schuljahr auf die Spuren eines berühmten deutschen Ägyptologen.
Georg Steindorff (*1861 Dessau, †1951 Nord-Hollywood) war in der Weimarer Republik Professor und Rektor der Leipziger Universität. Er unternahm zahlreiche Grabungen in Ägypten und bereicherte die damals noch kleine Lehrsammlung der Universität mit eigenen Funden und zahlreichen Ankäufen. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde dem angesehenen Wissenschaftler jedoch unter der Herrschaft der Nationalsozialisten die Lehrbefugnis entzogen und schließlich sah er sich aus Sorge um seine Familie gezwungen, wie viele andere Juden in die USA zu emigrieren.
Der Wahlkurs „Die Erforschung Ägyptens am Beispiel von Georg Steindorff“ widmet sich dem Leben dieses Wissenschaftlers und vor allem seiner Sammlung. Dazu fuhren die Kursteilnehmerinnen Anfang Januar für drei Tage nach Leipzig, wo sie in dem nach Georg Steindorff benannten Ägyptischen Museum der Universität von der Museumspädagogin Alexa Thüsing in Empfang genommen wurden, die das Projekt aufwendig vorbereitet hat und die Schülerinnen während der gesamten Projektphase begleitet. Nun hatten die Wahlkursteilnehmerinnen vor Ort die Möglichkeit, sich näher mit der Person Steindorffs und den Museumsobjekten zu befassen. Denn das Ziel des Projekts besteht darin, eine Broschüre herzustellen, die künftig Schülerinnen und Schülern über Georg Steindorff und eine Auswahl bedeutender Museumsstücke informiert. Dazu hatte im Vorfeld jede Schülerin ein Objekt ausgewählt und sich eingehend damit beschäftigt. Nun bekamen sie die Gelegenheit, „ihre“ Objekte erstmals in Augenschein zu nehmen. Und nicht nur das: Der Kustos Dietrich Raue und der Restaurator Karl-Heinrich von Stülpnagel ermöglichten es, dass die Schülerinnen von der Museumsfotografin Marion Wenzel zusammen mit „ihrem“ Stück fotografiert wurden. Mehrere der über 4000 Jahre alten Objekte wurden dazu sogar aus den Vitrinen geholt und durften unter Anleitung des Restaurators von den Schülerinnen in die Hand genommen werden – natürlich mit speziellen Handschuhen.
Außerdem wurde bei einem Workshop mit der Grafikerin Susann Hesselbarth eine Figur namens „Onkel Georg“ – so wurde Steindorff von Freunden genannt – entworfen, die durch das Heft und das Museum führen soll. Unter fachkundiger Anleitung wurden die Entwürfe immer weiter verfeinert und schließlich im Atelier von Frau Hesselbarth mit modernster Computertechnik weiter bearbeitet und koloriert.
Ein weiteres Highlight war ein von Museumsmitarbeitern gestalteter Nachmittag. Dabei erklärte Dietrich Raue die Aufgaben eines Kustos und erzählte den Schülerinnen, wie er Archäologe wurde und wie man sich die Arbeit in Ägypten vorstellen muss. Er selbst leitete nämlich jahrelang Grabungen in Ägypten und ist auch gegenwärtig an einer Grabungskampagne des Ägyptologischen Instituts beteiligt. Anschließend gab der Restaurator Karl-Heinrich von Stülpnagel einen lebendigen Eindruck von den vielfältigen Tätigkeiten eines Restaurators, dem die Verantwortung für die Restaurierung und Konservierung der jahrtausendealten Museumsobjekte obliegt. Den Abschluss bildete Kerstin Seidel, die Expertin für Steindorff. Sie zeigte den Schülerinnen, wie sie Steindorffs Leben mit Hilfe von Tagebucheinträgen und Hunderten von Briefen genauer erforscht, und führte die Gruppe dann noch ins Archiv, das sich hinter einer riesigen Tresortür im Keller des ehemaligen Bankgebäudes im Krochhochhaus befindet. Dort werden beispielsweise die über hundert Jahre alte Fotoplatten und wertvolle Drucke aufbewahrt.
Auch der Museumsdirektor, Prof. Hans-W. Fischer-Elfert, nahm sich Zeit für die Nachwuchswissenschaftlerinnen. Er lud sie zu einem Vortrag über die Wurzeln unseres Alphabets in Ägypten ein und beantwortete bei einem anschließenden Umtrunk – mit Apfelsaft – im Museum bereitwillig alle Fragen der Schülerinnen.
Voller neuer Eindrücke und Erlebnisse kehrte die Gruppe schließlich nach Naila zurück, wo es nun darum geht, aus den vielen gesammelten Informationen, Fotos und Grafiken eine kleine Publikation herzustellen. Auf das Ergebnis darf man sich schon jetzt freuen!

Dr. Nadja Braun, 2016-01-13 15:11:02

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