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Deutsch-tschechische Begegnungswoche

„Šiška“ (sprich: „Schischka“), der (Tannen-)Zapfen – diese Vokabel gehört nicht gerade zum alltäglichen Grundwortschatz, ist aber dennoch bei uns allen hängen geblieben. Denn wir haben viel Zeit im Wald verbracht, wo überall diese šišky herumliegen (manchmal auch -fliegen). Und wir wollten ein paar Brocken Tschechisch lernen, um unsere Partnerklasse besser zu verstehen.
Wir, das ist die Klasse 7a mit ihren Lehrkräften Sabrina Keil und Thomas Köppel. Unsere Partner waren Gymnasiasten aus der tschechischen Stadt Lovosice, wie schon im vorletzten Jahr. Und der Anlass war die deutsch-tschechische Begegnungswoche in Weißenstadt unter dem ökologischen Thema „Vielfalt der Lebensräume – Schwerpunkt Wald“, die von der Ökologischen Bildungsstätte Burg Hohenberg organisiert und durchgeführt wurde.
Am ersten Tag machten wir uns zunächst gemeinsam bei einer Sprachanimation mit den Grundlagen der beiden Sprachen vertraut, bevor sich beide Gruppen mit digitalen Präsentationen und analogem Gesang gegenseitig die jeweilige Heimat und Schule vorstellten.
Ab dem zweiten Tag unternahmen wir immer wieder kleine und große Exkursionen in den Wald, der beim Weißenstadter Schullandheim direkt vor der Haustür liegt. Wir suchten nach Kleintieren, entdeckten verschiedene Pflanzen und machten uns den Unterschied zwischen dem natürlichen Wald und dem Forst bewusst, den der Mensch nutzt und seine Spuren darin hinterlässt. Mit allen Sinnen erlebten wir den Wald, fühlten, lauschten und versuchten, uns mit verbundenen Augen auf holprigen Wegen zurecht zu finden, Bäume wieder zu erkennen oder uns beim „Schleichspiel“ gegenseitig zu fangen. Abends besuchte uns die Schäferin Christa Frank aus Schirnding mit Wolle und Schafseife im Gepäck. Sie zeigte uns verschiedene Techniken des Filzens, mit denen wir kleine Filzbienen herstellten.
Ein Tagesausflug führte uns nach Tschechien. Im Moor von Soos lernten wir einen ganz anderen Lebensraum kennen, in dem Bäume eher schlechte Chancen haben, in dem es aber vor lauter Mofetten umso mehr blubbert. Die ganz Mutigen probierten auch mal einem Schluck aus diesen Quellen mit den unterirdischen Gasen. Im Städtchen Loket besichtigten wir dann noch die sehr gut erhaltene Burg, in der man sich – je nach persönlichem Geschmack – an der großartigen Aussicht vom Turm oder an der realistischen Nachbildung der Folterkammern erfreuen konnte.
Der Donnerstag begann frostig und endete feurig: Bei leichten Minustemperaturen, aber strahlendem Sonnenschein stiegen wir morgens auf den Waldstein, hörten so manche Sage über dessen Besonderheiten und genossen die Aussicht von der „Schüssel“. Am Abend erfuhren wir, wie die Menschen über Jahrtausende Feuer ohne Streichhölzer oder Feuerzeug gemacht haben, und entzündeten so ein Lagerfeuer, das uns zu wohliger Wärme und knusprigem Stockbrot verhalf.
Als am Freitag nach dem Frühstück die Busse zur Abholung kamen, verabschiedeten wir uns von unseren neuen Freunden aus Lovosice – natürlich nicht ohne das Versprechen, in Kontakt zu bleiben. Neben den modernen Medien nutzen wir dafür auch „echte“ Briefe, die unsere Partnerschüler im Deutschunterricht lesen und schreiben.
Neue Kontakte, wertvolle Erinnerungen und Erfahrungen in der Natur: Es war wieder eine sehr gelungene Begegnungswoche. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

Thomas Köppel, 2019-06-01 09:01:27

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