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„Plastik – Segen oder Fluch - Teil 2“

Im Rahmen des Projekts „Plastik – Segen oder Fluch“ startete die Klasse 6a zusammen mit dem Umweltteam der Schule am 23. Juli eine Exkursion zur Firma Böhme in Rehau, um die dortige Wert-stoffsortieranlage anzuschauen und zur ehemaligen Mülldeponie von Stadt und Landkreis Hof am Silberberg, um sich über die heutige Nutzung zu informieren.
Amelie Beierlein (8a) und Isabell Kleisinger (10b) schreiben über diesen Ausflug:
Am Dienstag besuchten wir, das sind die Klasse 6a und das Umweltteam, die Firma Böhme in Rehau. Dort wurden wir herzlich empfangen und in zwei Gruppen aufgeteilt. Mit Warnwesten und Cappis ausgestattet, ging es dann los. Unsere Gruppe bekam zuerst von Herrn Hillebrand eine Füh-rung über das Gelände. Man konnte sehen, wie der Müll, eigentlich die Wertstoffe, angeliefert, sortiert, zerkleinert und letztendlich in Würfel gepresst wurde. Außerdem erzählte er uns, dass ca. 250 t an Material täglich bei ihnen angeliefert werden.
Leider entsorgen manche Menschen nicht nur die Wertstoffe wie Plastik, Aluminium oder Papier. Er berichtete davon, was sie an außergewöhnlichen Funden schon gemacht haben. So haben man-che Leute Betonplatten oder einen Kühlschrank weggeworfen und über die Container entsorgt. Nach der Besichtigung der Sortieranlagen durften wir gespannt einem Vortrag von Frau Böhme lauschen. Während sie uns einen Einblick in das Geschehen der Firma gegeben hat, wurden wir mit Süßigkeiten und Getränken bestens versorgt. Des Weiteren brachte sie uns die verschiedenen Verpackungstypen und die Art und Weise diese zu recyceln näher. Nach ca. zwei Stunden fuhren wir mit dem Bus zurück nach Hof und schauten uns dort die ehemalige Mülldeponie Silberberg an.
Zu Beginn wurden wir abermals in zwei Gruppen aufgeteilt und bekamen dann jeweils getrennt eine Führung über die Deponie. Dabei haben uns Frau Popp-Köhler bzw. Herr Flügel unter ande-rem erzählt, dass wir gerade auf einem 60m hohen Müllberg, der sich unter unseren Füßen befin-det, stehen. Dieser Ort war früher ein Steinbruch, der mit Müll aufgeschüttet wurde. Ab 1981 wur-de alles, von Restmüll über Schrott bis hin zu Biomüll, hier entsorgt. Deshalb „lebt“ die Deponie. So werden über Leitungen die austretenden Gase aufgefangen, verbrannt und zu Strom für ca. 400 Haushalte gemacht. Ebenso wurde es uns erlaubt, die Deponiesickerwasserreinigung anzusehen. In Wassertanks wird mit Hilfe von Aktivkohle das anfallende Sickerwasser gereinigt.
Nach einem äußerst informativen und spannenden Tag kehrten wir ans Hochfranken-Gymnasium zurück.
Aus dem Umweltteam Amelie Beierlein und Isabell Kleisinger

2019-07-30 20:04:06